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YB sichert sich nächsten Big-Point: Dank Fassnacht winkt Bern wieder eine Freinacht

Der Rückkehrer entscheidet mit seinem Siegtreffer beim 1:0 in Genf einmal mehr ein Schicksalsspiel zugunsten der Berner, die nun aus eigener Kraft Meister werden können.

Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Auch im Fussball hat sich das Sprichwort immer wieder Mal bewahrheitet. Am Ende der Super-League-Saison 2024/25 könnte die Weisheit nun neu geschrieben werden – und zwar so: Wenn Sieben sich streiten, freut sich der Achte!

Sieben Tabellenführer hat die Liga seit dem ersten Spieltag schon gesehen. Ein Abbild der Ausgeglichenheit, der Spannung. Oder wie Pessimisten sagen: Ein Abbild des sinkenden Niveaus in der höchsten Schweizer Spielklasse.

Servette, Basel, Lugano, Luzern, St. Gallen, der FC Zürich und sogar Aufsteiger Sion – sie alle sassen schon einmal auf dem Leaderthron. Nicht zur illustren Gruppe gehören die Young Boys Bern. Noch nicht. Weil bislang kein Team an der Tabellenspitze davonziehen konnte, ja weil der aktuelle Leader den Platz oftmals sofort wieder abgeben musste, haben sich die Berner langsam angeschlichen. Trotz katastrophalem Saisonstart und schon zwei Trainerwechseln.

Mit Giorgio Contini scheinen die Bosse nun den passenden Übungsleiter gefunden zu haben: Mehr als zwei pro Punkte pro Spiel seit Amtsbeginn des früheren Nati-Assistenten in der Winterpause, YB reist als bestes Team des Jahres zum Spitzenkampf in Genf gegen Tabellenführer Servette.

Fassnacht-Rückkehr wird zum Volltreffer

Im Stade de Genéve ist das Heimteam zu Beginn die bessere Mannschaft, Stevanovic trifft erst aus dem Abseits, dann die Latte. Warum YB mittlerweile zurecht für viele der heisseste Titelanwärter ist, beweisen sie kurz vor der Pause: Christian Fassnacht wuchtet den Ball nach einem Corner per Kopf unter die Latte. Und YB liegt aus dem Nichts vorne. Die Handschrift eines Spitzenteams: Maximaler Ertrag aus wenig Spielanteilen.

Seine Rückkehr entpuppt sich als Volltreffer für YB: Christian Fassnacht bringt Qualität und gute Laune ins Team.
Claudio De Capitani / freshfocus

Apropos Fassnacht: Die Rückholaktion des fünffachen Meisterhelden nach seinem Abstecher in die zweite englische Liga entpuppt sich zunehmend als Volltreffer. Schon beim 2:1-Auswärtssieg vor der Länderspielpause in Basel avancierte der 31-Jährige zum Matchwinner. Langsam aber sicher stellt sich die Frage: Gibts Ende Mai dank Fassnacht in Bern die nächste (Meister-)Freinacht?

Zurück zum Spiel, in dem alles für die Gäste läuft. Erst das hauchdünne Abseits von Stevanovic, das die frühe Servette-Führung verhindert. Dann der zurückgenommene Penalty nach gut einer Stunde, als der VAR Sandro Laupers Foul an Timothée Cognat zurecht vor die Strafraumgrenze verlegt. Und schliesslich landet der darauffolgende Freistoss von Miroslav Stevanovic am Pfosten statt im Tor.

Es bleibt beim schmeichelhaften YB-Sieg. Bedeutet: Die Berner werden nach dem 30. Spieltag maximal drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer (Servette oder Basel) haben – und können nun in den verbleibenden acht Spielen aus eigener Kraft Meister werden.

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