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Infolunch der IG Aarburg: Herausforderungen für das Gewerbe

Infolunch der IG Aarburg mit Benjamin Giezendanner zum Thema «AGV – Anker in der Krise?»

Leonz Heggli, Vorstandsmitglied der IG Aarburg, durfte eine erfreuliche Anzahl interessierter Unternehmer aus der Region zum Referat von Benjamin Giezendanner, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes (AGV), begrüssen. Ohne grosse Umschweife gab er das Wort an den Gastreferenten weiter. Situationsbedingt thematisierte dieser die Problematik sowie die grossen Herausforderungen der Gewerbetreibenden.

Auch ist es kein Geheimnis, dass in den verordneten Lockdowns grosse Unsicherheit  herrschte, wie – vor allem im Detailhandel – die geltenden Bestimmungen vom Bundesamt für Gesundheit BAG umgesetzt werden sollten. Der AGV war in dieser Zeit eine gefragte Anlaufstelle. Auch setzte sich der AGV für die Entschädigungszahlungen des Bundes ein. Diese seien relativ schnell geflossen, trotz anfänglicher Überforderung der relevanten Stellen.

Giezendanner appellierte in seiner Eigenschaft als Präsident des AGV an die anwesenden ­Gewerbler, in einer Krisensituation zusammenzustehen und auch zu politisieren. Denn nur so können auch hilfreiche Rahmenbedingungen, von der Basis aus, geschaffen werden. Die ­Gewerbevereine müssen Sorge tragen, dass die Berufslehre nicht abgewertet würde. Denn nur mit dem Ausbau der Bildung der Lernenden und Lehrenden, kann der künftige Bedarf an Fachleuten gedeckt werden. Ausserdem sollen die verschiedenen Gewerbevereine von sich aus überkantonal agieren, damit sie sich gegenseitig informieren und Erfahrungen austauschen können. In der Fragerunde ­wurden spannende Themen ­angesprochen. Unter anderem auch, wie Berufsleute in neuen Fachrichtungen ausgebildet werden können. Dieser Aspekt kam von Mischa Bysäth, welcher sich auf den nicht oder noch nicht zu erlernenden Beruf ­Caravanmechaniker bezog. Robert Tüscher machte auf die Problematik aufmerksam, dass die Schulabgänger während den letzten Schuljahren zu wenig auf das Berufsleben vorbereitet würden. Dominic Schmid konnte dies nur bestätigen, da er als ehemaliger Berufsschullehrer ebenfalls zur Erkenntnis kam, dass Lehrlinge die Berufsschule teilweise völlig unvorbereitet besuchen. (mas)