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Mikaela Shiffrin holt Gold – Lara Gut-Behrami verpasst Medaillen knapp

Mikaela Shiffrin krönt sich im Riesenslalom zur Weltmeisterin und verweist Federica Brignone und Ragnhild Mowinckel auf die Ränge zwei und drei. Titelverteidigerin Lara Gut-Behrami wird undankbare Vierte.

Es gibt tatsächlich einige wenige Auszeichnungen, mit denen sich Mikaela Shiffrin noch nicht schmücken darf. Der Weltmeistertitel im Riesenslalom gehört nun nicht mehr dazu: Die US-amerikanische Überfliegerin gewann in Méribel mit zwölf Hundertsteln Vorsprung vor der Italienerin Federica Brignone. Ragnhild Mowinckel aus Norwegen sicherte sich Bronze (+ 0,22 Sekunden). Die Französin Tessa Worley, Zweite nach dem ersten Lauf, schied denkbar bitter aus.

Auf Edelmetall hatte auch Lara Gut-Behrami geschielt. Doch der Tessinerin, immerhin Titelverteidigerin im Riesenslalom, fehlten als undankbare Vierte schliesslich neun Hundertstelsekunden auf das Podest.

Viel fehlte Lara Gut-Behrami nicht auf die Medaillenränge.
Keystone

Camille Rast beendete den Riesenslalom als zweitbeste Schweizerin auf Position 14 (+ 1,99). Wendy Holdener klassierte sich auf Rang 18, sie büsste vor allem im Schlussabschnitt viel Zeit ein (+ 2,32). Für Michelle Gisin setzte es eine abermalige Enttäuschung ab: Die Engelbergerin, die ihrer Topform seit längerer Zeit hinterherhinkt, kam nicht über den 28. Platz hinaus – und war damit die langsamste aller klassierten Fahrerinnen. «Mega schade, das ist überhaupt nicht das, was ich zeigen wollte», zeigte sie sich im SRF-Interview bedrückt. Sie habe sich in den letzten zwei Tagen super wohlgefühlt im Training, «aber Training und Rennen sind einfach zwei Paar Schuhe».

Viel fehlte Lara Gut-Behrami nicht auf die Medaillenränge.

Andrea Ellenberger emotional

Auch für Andrea Ellenberger verlief der Wettkampf alles andere als wunschgemäss: Die Nidwaldnerin war im ersten Lauf nach einem Fahrfehler ausgeschieden. Dass sie gegenüber SRF im Anschluss an das Rennen mit den Tränen kämpfte, hatte indes nicht nur mit ihrer Leistung zu tun. «Ich würde mir gerade nichts mehr wünschen, als meinen Papi zu umarmen. Es kommt gerade vieles zusammen», sagte die 29-Jährige, deren Vater Manfred im vergangenen Sommer im Alter von 66 Jahren verstorben war.