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Knochen und ein Toter im Wald – eine junge Assistenzärztin ermittelt neu im Aargau und Freiamt

Mit dem Buch «Der Fluch der Aargauer Knochen» bringt die Oberlunkhofer Autorin und Rechtsmedizinerin Saskia Gauthier ihre Protagonistin Lisa Klee erstmals in den Aargau und das Freiamt. Im Mittelpunkt stehen ein toter Mann im Wald und ominöse Knochen unter einer Hecke.

Die Stars der Hochsprung-Szene setzen die Messlatte von Sprung zu Sprung höher. Immer mit dem Ziel, höher als die Konkurrenz zu springen. Ungefähr so ähnlich ist es auch bei der Autorin Saskia Gauthier, nur dass es ihr nicht um den grossen Erfolg dabei geht, sondern dass ihre eigene Messlatte mit jedem weiteren Buch rund um ihre Protagonistin Lisa Klee weiter steigt. Am 12. März erscheint nämlich ihr dritter Fall, «Der Fluch der Aargauer Knochen», der dieses Mal auch im Freiamt spielt.

Als Anwohner einer Nachbarschaft im Freiamt eine Thuja-Hecke in ihrem Garten rausreissen, stossen sie dabei auf Knochen – menschliche Knochen? Da sie es nicht wissen, muss Lisa Klee ran. Die Protagonistin arbeitet im neuesten Fall von Gauthier als Assistenzärztin am Institut für Rechtsmedizin in Aarau, nachdem sie in «Die dunklen Wasser der Limmat» in der Rechtsmedizin Zürich und in «Verborgene Schreie am Vrenelisgärtli» im Glarnerland ermittelte.

«Wir sind zwei unterschiedliche Personen»

Das erste Buch der Oberlunkhoferin war ein grosser Erfolg. «Mittlerweile ist schon die dritte Auflage vom Verlag gedruckt worden», erzählt Gauthier der AZ. Sie habe damals nicht gedacht, dass überhaupt jemand ihr Buch lesen würde. «Beim neuen frage ich mich daher: ‹Oje, wie wird es bei den Lesenden ankommen?›», schmunzelt sie.

Die Idee zu ihrem neuen Buch hatte Gauthier bereits, als sie das zweite noch am Schreiben war. «Wir haben damals mit unseren Nachbarn ebenfalls eine Thuja-Hecke rausgerissen und uns gefragt: ‹Was wäre, wenn hier Knochen liegen würden?›», beschreibt sie die Entstehung und fügt weiter an: «Es ist allgemein keine Seltenheit, dass im Aargau Knochen gefunden werden.»

Gauthier weiss, wovon sie spricht. Sie arbeitet ja selbst als Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin des KSA in Aarau. «Es kommt mittlerweile sogar mal vor, dass ich an Einsatzorten mit ‹Lisa› angesprochen werde», lacht Gauthier. Es freue sie zwar jedes Mal, aber eigentlich will sie auf der Arbeit nicht als Lisa gesehen werden. «Wir sind zwei unterschiedliche Personen», sagt sie.

Eine Mischung aus dem ersten und zweiten Fall

Im neuen Buch entwickelt sich Lisa weiter weg von der Autorin. Sie widersetzt sich den Anweisungen ihrer Vorgesetzten oder ermittelt mit ihrer Freundin Cynthia und Staatsanwalt Ben Graf zusammen. All das macht Gauthier in ihrem Job nicht. Sie konzentriert sich nur auf ihre rechtsmedizinischen Aufgaben. «Das Ermitteln überlasse ich der Polizei und der Staatsanwaltschaft», erklärt Gauthier.

Zum Fund der Knochen gesellt sich nach kurzer Zeit auch eine tote Person im Wald. Daneben stellt sich auf einmal die Frage nach der Verjährungsfrist bei Mord und danach, wo sich eigentlich der Mörder im Freiamt herumtreibt.

Mit ihrem neuen Buch hat Gauthier einen Mix aus dem ersten und zweiten Band geschaffen. «Ich habe Kollegen und ein bisschen Liebesgeschichte aus dem ersten sowie Personen aus dem zweiten Buch miteingebaut», erläutert sie. Trotzdem habe sich das neue Buch vor allem sprachlich weiterentwickelt. «Meine Ansprüche an mich selbst sind höher geworden», erklärt sie.

Ein Ende der Kriminalromanreihe ist noch lange nicht in Sicht

Am 14. März startet ihre Lesungsreihe zu ihrem neuen Buch. Beginnen wird sie in Deutschland, genauer gesagt in Dornstadt bei Ulm, nahe ihrer Heimat. «Alte Schulfreunde und ein ehemaliger Lehrer haben sich bereits angekündigt», freut sie sich. Daher sei sie auch etwas nervös, was sie eigentlich vor Lesungen nicht mehr sei.

Für die Zukunft müssen sich ihre Fans erst mal keine Sorgen machen. «Ich schreibe bereits am vierten Fall», erklärt sie. Zu sehr ins Detail will sie aber noch nicht gehen. Eines aber schon mal vorweg: «Der Maienzugvorabend in Aarau wird eine zentrale Rolle spielen.» Auch dann wird ihre eigene Messlatte wieder höher liegen.

Lesungen zu «Der Fluch der Aargauer Knochen»

In der Schweiz starten mit der Vernissage am 23. März in der Buchhandlung Scriptum in Dietikon die Lesungen zu «Der Fluch der Aargauer Knochen». Im Anschluss sind weitere Veranstaltungen geplant. Alle weiteren Termine und Informationen: www.saskiagauthier.ch.

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