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Ohne Gegenstimme: Der erste Migros-Entscheid ist gefällt – in der Genossenschaft Basel kommt es zur Alkohol-Abstimmung

Die zehn regionalen Genossenschaften entscheiden dieser Tage, ob sie ihren Mitgliedern die Migros-Gretchenfrage vorlegen möchten oder nicht. Die Migros Basel hat ihr Verdikt bereits gefällt.

Es ist die Woche der Entscheidung: Soll die Migros künftig auch Bier und Wein in ihren Regalen anbieten? Anfang November hatte die Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschaftsbunds die Weichen gestellt, damit die zehn regionalen Genossenschaften ihren insgesamt 2,3 Millionen Mitgliedern genau diese Frage zur Abstimmung vorlegen können. Damit könnte das Alkohol-Verkaufsverbot von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler fallen.

Nun ist es zu einem ersten Entscheid gekommen, wie der Migros-Webseite zu entnehmen ist. Und zwar hat der Genossenschaftsrat in Basel ein klares Verdikt gefällt: 44 der 52 Ratsmitgliedglieder sprechen sich für eine Alkohol-Abstimmung aus, 8 Mitglieder enthalten sich der Stimme, niemand wehrt sich dagegen. Zur Genossenschaft Basel gehören die Wirtschaftsgebiete der Kantone Baselland und Basel-Stadt, die Bezirke Delémont und Porrentruy im Kanton Jura, der östliche Teil des Berner Juras im Kanton Bern sowie das Schwarzbubenland im Kanton Solothurn.

Blaues Kreuz kündigt Widerstand an

Bei den anderen neun Genossenschaften stehen die Ergebnisse laut Migros-Webseite noch aus. Auch sie müssen allerdings bis Ende dieser Woche Farbe bekennen. Die unterschiedlichen, regionalen Abstimmungen können künftig zur Folge haben, dass in manchen Migros-Regionen Bier und Wein erhältlich sein werden – in anderen aber nicht.

Bereits jetzt ist klar, dass es bei allfälligen Abstimmungen zu Widerstand kommen wird. So hat die Suchtorganisation Blaues Kreuz in der «Schweiz am Wochenende» eine Abstimmungskampagne angekündigt, um die Migros-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter von einem Beibehalt des Alkohol-Verbots zu überzeugen.