
Dieser Walliser Nationalrat will Nachfolger von Gerhard Pfister werden
Er gilt als Favorit für die Nachfolge von Gerhard Pfister: Nun hat Mitte-Nationalrat Philipp Matthias Bregy seine Kandidatur für das Partei-Präsidium öffentlich gemacht. In einem Interview mit dem «Blick» legte er seine Ambitionen dar.
Er wolle den «eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und nun sukzessive weiterwachsen», sagt der Walliser, der derzeit Fraktionschef der Mitte im Bundeshaus ist. Er betont, dass seine Partei kurz- bis mittelfristig einen zweiten Bundesratssitz anstrebt. «Rechts ist mit vier SVP/FDP-Sitzen aktuell übervertreten, Links-Grün wäre es mit drei Sitzen ebenso», sagt Bregy. «Parlamentswahlen müssten Folgen haben», gibt sich Bregy kämpferisch.
Eine Frau für Fraktionspräsidium
Er sieht sich auch nicht als Frauenverhinderer – Kritikerinnen monierten, dass nach der Wahl von Martin Pfister für Viola Amherd in den Bundesrat eine Frau das Präsidium übernehmen sollte. «Die Mitte ist gerade dank starken Frauen erfolgreich und wird auch künftig Frauen in zentralen Rollen positionieren», sagt Bregy im Interview. Für ihn wäre es denkbar, dass nachher eine Frau das Fraktionspräsidium übernehmen würde. «Das entscheide aber nicht ich, sondern die Bundeshausfraktion», so Bregy.
Für das Parteipräsidium sind aber noch weitere Namen im Spiel. Nationalrat Reto Nause hat bereits früh sein Interesse bekundet, ob er nach der Zusage von Bregy noch zur Verfügung steht, wird sich zeigen. Die Zürcher Nationalrätin Nicole Barandun, 56, bestätigte gegenüber CH Media ebenfalls, dass sie «grundsätzlich Interesse an einem Co-Präsidium» hat: «Das ist für mich eine Option.»
Die Kantonalparteien haben bis Ende April Zeit, der Findungskommission mögliche Kandidaten und Kandidatinnen zu melden. Mindestens eine der Personen in einem künftigen Präsidium müsse aus der Bundeshausfraktion stammen.