
Mitte Aargau fasst zwei Parolen und wählt das Co-Präsidium wieder
An ihrem Parteitag fasst die Mitte Aargau zwei Parolen: Ja zum kantonalen Steuergesetz, Nein zur Lohngleichheitsinitiative. Weiter wurde das Co-Präsidium, bestehend aus den beiden Grossrätinnen Edith Saner und Karin Koch Wick, einstimmig wiedergewählt.
Wie die Mitte in einer Mitteilung schreibt, empfiehlt sie die Änderungen im Steuergesetz einstimmig bei zwei Enthaltungen zur Annahme. Die Änderungen würden die Bevölkerung entlasten, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden. Wegendes Behördenreferendums von SP, Grünen und EVP kommt die Vorlage am 18. Mai vors Volk.
Nach Ansicht der Mitte kommen die Änderungen vor allem Familien und älteren Menschen zugute. «Der Wohn- und Wirtschaftskanton Aargau wird gestärkt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert und das selbstbewohnte Eigentum geschützt», sagte Grossrätin Rita Brem am Parteitag.

Bild: zvg
Nein zur Lohngleichheitsinitiative
Weiter räumt die Mitte zwar ein, dass statistisch belegt ist, dass Frauen im Schnitt 9,5 Prozent weniger verdienen als Männer. Es zeige sich aber, dass sich diese Kennzahl seit 2008 fast halbiert habe. Man sei also auf dem richtigen Weg. Die Privatwirtschaft und der Staat würden sich bemühen, diese Ungleichheit weiter auszumerzen. Deswegen braucht es nach Ansicht der Mitte keine zusätzliche Bürokratie.
Die Initiative «Lohngleichheit jetzt» fordert, dass die Schwelle für eine Lohnanalyse von 100 auf 50 Mitarbeitende herabgesetzt wird. Diese Massnahme hält die Mitte für «unverhältnismässig und unwirksam». Es brauche auch keine weitere Stelle für Gleichstellungsfragen beim Kanton. Der Parteitag fasst mit 58 zu 18 Stimmen und 3 Enthaltungen die Nein-Parole.(lil)