
Über 100’000 Franken für Projekte in den Aargauer Bergen – wie ist das möglich?
Im Monat März 2025 hat die Schweizer Berghilfe 3,5 Millionen Franken für 80 Projekte im Berggebiet gesprochen, wie sie heute Dienstag vermeldet. Mit der Medienmitteilung hat die gemeinnützige Organisation zudem eine Liste der Beiträge pro Kanton verschickt. Und auf dieser findet man tatsächlich auch den Kanton Aargau. 110’000 Franken fliessen hier diesen Monat.
Ob das Geld an einen einzelnen Betrieb geht oder an mehrere und welche Projekte damit verfolgt werden, kann die Medienstelle der Organisation auf Nachfrage nicht verraten. «Nennungen von einzelnen Projekten sind aus Datenschutzgründen nur mit Einwilligung der unterstützten Betriebe möglich», sagt Mediensprecher Kilian Gasser.
Eine Mini-Bergzone im Aargau
Er betont aber: «Im Kanton Aargau befinden sich auch Bergzonen – vor allem im Aargauer Jura.» Es seien jedoch tatsächlich vergleichsweise kleine Gebiete. Daher komme es auch selten vor, dass die Berghilfe Projekte im Aargau unterstütze. Ein Blick auf die Karte des Bundes, auf der die Bergzonen markiert sind und welche die Organisation als Massstab nimmt, bestätigt diesen Eindruck. Nur ein kleiner Fleck ist entsprechend eingefärbt: Das Gebiet um die Staffelegg gilt als «Bergzone 1».

Bild: Screenshot Schweizer Berghilfe/pin
«Die Schweizer Berghilfe unterstützt Betriebe, die in einer der vom Bundesamt für Landwirtschaft definierten Bergzonen 1 bis 4 oder in einem sogenannten Sömmerungsgebiet liegen», erklärt Kilian Gasser. Auf der März-Liste sind denn auch ansonsten Kantone aufgeführt, die man eher mit Bergen verbindet: Bern, Glarus, Graubünden, Appenzell oder Wallis zum Beispiel. Profitieren können diesen Monat Klein- oder Kleinstbetriebe in insgesamt 14 Kantonen, die in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Energie und Bildung tätig sind.
Mit seinen finanziellen Beiträgen will die Schweizer Berghilfe die Existenzgrundlagen und Lebensbedingungen der Schweizer Bergbevölkerung verbessern. «Sie schafft damit wichtige Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Bergregionen und wirkt so der Abwanderung entgegen», schreibt die Organisation.