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Erste Playoff-Niederlage für den EHC Olten: Am Montag kommt es im Kleinholz zum nächsten Duell gegen Sierre

Der EHC Olten kassiert in den laufenden Playoffs die erste Niederlage. Mit einem fehlerhaften Auftritt verbauten sich die Oltner den schnellstmöglichen Einzug in die Halbfinals. Nach dem 4:1-Sieg von Sierre kommt es nun am Montagabend im Kleinholz zum fünften Viertelfinalduell zwischen den beiden Mannschaften.

Vor dem Spiel: Der Blick auf die Mannschaftsaufstellung des EHC Olten birgt eine Überraschung. In der 1. Sturmlinie fehlt Stan Horansky. Der Slowake mit Schweizer Lizenz ist leicht angeschlagen und wird vorsichtshalber geschont. An seiner Stelle kommt Jan Mosimann, der am Donnerstag noch mit der Rolle des 13. Stürmers hatte Vorlieb nehmen müssen, zum Handkuss. Für Mosimann rückt der wieder gesundete Adam Hasani als Ersatzstürmer in die Mannschaft. Die Absicht von Headcoach Lars Leuenberger ist klar: Möglichst wenig an den zuvor vorzüglich funktionierenden Sturmreihen verändern. In der Verteidigung fehlt der gesperrte Joel Scheidegger. Was dazu führt, dass die Defensiv-Paare neu zusammengesetzt sind. Janis Elsener rückt für Scheidegger an die Seite von Eliot Antonietti. Simon Lüthi wiederum für Elsener neben Larri Leeger und Dan Weisskopf für Lüthi neben Daniel Eigenmann. 7. Verteidiger ist Stephane Heughebaert.

1. Drittel: Nervöser Beginn und Oltner Mühen

Das vierte Viertelfinal beginnt nervös. Was besonders daran liegt, dass der HC Sierre im Vergleich zu den ersten drei Duellen vor allem läuferisch einen Zacken zugelegt hat. Die Oltner kommen zehn Minuten lang kaum dazu, einen geordneten Spielaufbau zu kreieren. Bis auf eine Powerplay-Chance tut sich beim EHCO in der Offensive entsprechend wenig. Die erste grosse Chance hat Sierre: Dominik Volejnicek vergibt aber freistehend vor Simon Rytz. Dann folgt die beste Phase der Oltner, die mehrmals zu aussichtsreichen Konter-Situationen kommen. Aber erst verpasst Hüsler den Führungstreffer, kurz darauf Knelsen. Die Bemühungen der Walliser werden schliesslich belohnt: Eric Castonguay wird vor dem Oltner Tor sträflich alleingelassen. Der Sierre-Topscorer lässt sich die Chance nicht entgehen. Die Führung der Siderser nach dem ersten Drittel ist verdient.

Die Oltner (Leonardo Fuhrer) produzierten eine Bauchlandung.

2. Drittel: Lüthi schläft und das fehlende Oltner Abschlussglück

Die Oltner lassen sich im zweiten Abschnitt früh kalt erwischen. Simon Lüthi leistet bei Benjamin Bonvin artig Begleitschutz. Der Siderser bezwingt Simon Rytz reichlich unbedrängt aus spitzem Winkel zum 2:0. Lars Leuenberger reagiert und bringt für den bemühten, aber wirkungslosen Mosimann Adam Hasani neben den beiden Ausländern. Und auch die Reaktion der Mannschaft bleibt nicht aus. Die Oltner übernehmen resolut das Zepter und kommen quasi im Minutentakt zu besten Chancen: Sterchi (26.), Weder (27.) und Hasani (28.) vergeben in aussichtsreicher Position. Kurz darauf trifft Langenegger trifft nur den Pfosten und scheitert Momente später am stark aufspielenden Sierre-Goalie Giovannini (32.). So überlegen der EHCO jetzt agiert, er hat ein Problem: Die Pucks wollen nicht ins gegnerische Tor. Auch nicht, als Lhotak im Powerplay nur die Latte trifft (36.). Für die Oltner wird die ganze Angelegenheit langsam aber sicher zu einem Geduldspiel gegen einen Gegner, der das Maximum aus seinen Möglichkeiten herausholt und dabei auch die nötige Portion Glück hat.

3. Drittel: Ein Fehlstart, eine Reaktion – und dann nichts mehr

Und dann kommt der nächste Fehlstart: Arnaud Montandon trifft nach einem Chaos vor dem Oltner Tor im Nachsetzen zum 3:0. Die Entscheidung? Nicht so schnell: Simon Sterchi gelingt 93 Sekunden später endlich der erste Treffer für den EHCO. Doch wer danach einen bedingungslosen Sturmlauf der Oltner erwartet, wird enttäuscht. Einerseits verteidigen sich die Walliser sehr geschickt und lassen die Gäste kaum mehr in gute Abschlusspositionen kommen. Andererseits plagen das Spiel der zunehmend kopfloser agierenden Oltner viele Fehler und Ungenauigkeiten. Das reicht am Ende nicht, um die erste Niederlage in den laufenden Playoffs zu vermeiden. Die beiden Mannschaften treffen sich also am kommenden Montag wieder im Kleinholz zum 5. Akt dieser Viertelfinalserie.

Der beste Oltner an einem verpatzten Abend: Der einzige EHCO-Torschütze Simon Sterchi.

Die drei besten Oltner:

1.) Simon Sterchi sorgte immer wieder für Gefahr vor dem gegnerischen Tor und wurde für seine Bemühungen verdientermassen mit einem Treffer belohnt.

2.) Garry Nunn war neben Sterchi der aktivste Oltner Stürmer, hatte aber im Abschluss im Gegensatz zu den ersten drei Playoff-Spielen kein Glück.

3.) Adam Hasani kam im zweiten Drittel für den blassen Jan Mosimann und hatte sofort einen positiven Einfluss auf das Geschehen. Doch am Ende war auch das zu wenig für einen Oltner Sieg.

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