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120-Millionen-Projekt: So will die Post im Freiamt ihr Logistikzentrum ausbauen

In Villmergen soll das grösste Logistikzentrum der Post entstehen. Dafür nimmt der Gelbe Riese mehr als 100 Millionen Franken in die Hand und schafft rund 90 Vollzeitstellen. Es gibt aber auch Fragezeichen.

Ab 2024 soll Villmergen die Heimat des grössten Logistikzentrums der Post in der Schweiz sein. Das schreibt der «Wohler Anzeiger». Aktuell beschäftigt das Unternehmen in der Villmerger Industrie bereits 70 Mitarbeitende, bis 2024 sollen etwa 90 zusätzliche Vollzeitstellen – vor allem für Logistikerinnen und Logistiker – geschaffen sein.

Demnach soll das bestehende Gebäude ausgebaut werden. Zudem plant die Post aber auch einen 30 Meter hohen Neubau und dafür investiert sie gemäss der Lokalzeitung rund 120 Millionen Franken. Mit 55’000 Quadratmetern werde das neue Logistikzentrum, das vor allem Lagerräume beinhaltet, fünfmal grösser sein als das bestehende.

Standort Villmergen auf Lagerung von Medizin- und Pharmaprodukten spezialisiert

Aktuell liegt das Baugesuch für die Öffentlichkeit bei der Gemeinde Villmergen auf, die Baubewilligung ist noch ausstehend. Sobald diese erfolgt ist, kann mit dem Bau begonnen werden. Das dürfte – wenn alles reibungslos abläuft – im Juli der Fall sein.

Dass Villmergen zu einem Dreh- und Angelpunkt der Post wird, hat einen Grund. Da an jenem Standort bereits ein Logistikzentrum besteht, hat sich das Unternehmen entschieden, diesen auszubauen, wie es gegenüber dem «Wohler Anzeiger» sagt. Der Standort in Villmergen sei auf die Lagerung von Medizin- und Pharmaprodukten spezialisiert.

Auch das erhöhte Verkehrsaufkommen dürfte aber zu bewältigen sein, weil das Logistikzentrum ausserhalb des Dorfkerns liegt und den örtlichen Verkehr damit nicht tangieren dürfte.

Die Post wird zudem auf dem Dach des neuen Lagers eine Photovoltaik-Anlage installieren, um auch bei der Nachhaltigkeit entsprechend gut dazustehen. Die Energiegewinnung erfolge zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Die neue Photovoltaik-Anlage liefere einen Energieertrag von 1500 Megawatt-Stunden pro Jahr. (az/cri)