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Was die Erzo-Chefs im ZT-Talk zum Mega-Projekt «Enphor» sagen

  • Der regionale Entsorgungsverband Erzo hat diese Woche das Projekt «Enphor» lanciert, das Investitionen von bis zu 400 Millionen Franken auslösen könnte.
  • Verschiedene Verbandsgemeinden haben die Pläne und das Vorgehen des Vortandes kritisiert.
  • Im ZT-Talk erklärt Erzo-Präsident Hanspeter Schläfli, warum das Projekt für die Region so wichtig ist – und wie die nächsten Schritte aussehen.

Der Verband Entsorgung Region Zofingen (Erzo) hat an der Abgeordnetenversammlung vom Dienstag sein Projekt «Enphor» präsentiert – ein Zusammenzug aus den Begriffen «Energie», «Phosphor» und «Recycling». Einerseits will die Erzo den Bau einer neuen Verbrennungsanlage prüfen. Andererseits soll der Phosphor – der Hauptbestandteil von Düngemitteln – aus dem Klärschlamm der Abwasserreinigungsanlage verwertet werden. Die Produktion von umweltfreundlicher Energie – unter anderem für Privathäuser – ist das Herzstück des Projekts, das Investitionen bis zu 400 Millionen Franken auslösen könnte.

Präsident der Erzo ist der Oftringer Gemeindeammann Hanspeter Schläfli. Er war diese Woche mit Erzo-Geschäftsleiter Friedrich Studer im ZT Talk. Schläfli antwortet unter anderem auf Kritik, die diese Woche an der Abgeordnetenversammlung der Erzo laut wurde. Verschiedene Abgeordnete der elf Verbandsgemeinden hatten von mangelndem Vertrauen gesprochen – sie seien zu wenig in die Pläne involviert gewesen. «Wenn wir nichts zu sagen haben, oder noch kein Fleisch am Knochen ist, wie soll ich dann vor die Abgeordneten stehen?», so Schläfli dazu. «Wir haben diese ganze Geschichte diese Woche offengelegt und gesagt: Schaut, das ist unsere Vision, hier sind wir an Abklärungen und das ist ein möglicher Weg, den wir gehen könnten. Selbstverständlich werden wir, wenn neue Erkenntnisse vorliegen, unsere Eigentümer wieder orientieren.» Der Verband beteiligt sich nun mit 350’000 Franken an einer Machbarkeitsstudie, die abklären soll, ob und wie das Projekt «Enphor» umgesetzt werden könnte.