
Wildblühendes Leberblümchen – kaum entdeckt und schon gefrevelt
Mitglieder der Naturliebhabergruppe Wiedehopf entdeckten Ende Februar Leberblümchen (Hepatica nobilis) in Wikon. Nach der Fundmeldung an InfoFlora, das Kompetenzzentrum für Informationen über Wildpflanzen in der Schweiz, kam die Rückmeldung, dass dies eine neu gemeldete Art im Wiggertal sei. «Hoch erfreut über den Fund wurden die Pflanzen dokumentiert und beobachtet», schreibt die Gruppe in einer Mitteilung. «Leberblümchen sind schweizweit geschützt und dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden. Wer dies tut, begeht eine strafbare Handlung.»
Wildblühende Leberblümchen stellen hohe Anforderungen an den Lebensraum und sind daher im Mittelland selten. Vom Keimling bis zur ersten Blüte können vier Jahre oder mehr vergehen. Ameisen sind für ihre Ausbreitung hauptsächlich verantwortlich.
Bei einem Kontrollgang am 29. März habe die Naturliebhabergruppe überraschend und schockiert festgestellt, dass die schön blühende Mutterpflanze und ihre drei Töchterpflanzen ausgegraben und gefrevelt worden seien. «Das ist ein herber Verlust für die natürliche Vielfalt in Wikon und im Wiggertal», schreibt die Gruppe weiter.
Die Naturliebhabergruppe Wiedehopf appelliere an die Verantwortlichen, die Leberblümchen umgehend wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückzubringen. (hg)

Bild: zvg