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Booster wohl noch dieses Jahr: Impfchef Berger bestätigt entsprechende Berichte

Die Forderung nach der dritten Impfung für alle wird immer lauter. Auch Bundespräsident Guy Parmelin betont die Dringlichkeit einer raschen Ausweitung. Impfchef Christoph Berger macht Hoffnung.

Derzeit ist in der Schweiz die Auffrischungsimpfung nur für über 65-Jährige empfohlen. Seit Anfang November können sie sich in den Kantonen anmelden, um ihren Impfschutz wieder zu stärken. Die Forderung nach der Booster-Impfung für alle wurde angesichts der steigenden Fallzahlen in den vergangenen Wochen und Tagen lauter. In der «NZZ am Sonntag» äusserte sich nun auch Bundespräsident Guy Parmelin: «Ich bin überzeugt, dass die Drittimpfung in nächster Zeit auf die Gesamtbevölkerung ausgeweitet werden muss», sagt er im Interview.

Parmelin verweist auf das Beispiel von Israel, das zeige, wie viel die Booster-Impfung bringt. «Dort sinken Fallzahlen und Hospitalisierungen wieder, seit das Land diese breit einsetzt.» Bis anhin gaben sich BAG und Impfkommission zurückhaltend, was die Ausweitung der Zulassung auf Jüngere betrifft. Sie argumentierten bisher, dass der Impfschutz für Personen mittleren Alters noch genug hoch sei.

Sonntagszeitungen: Empfehlung für alle dürfte bald kommen

Nun hat sich das geändert. Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, bestätigt auf Anfrage von CH Media einen Bericht der «Sonntagszeitung», wonach der Booster für alle voraussichtlich noch in diesem Jahr kommt. «Wir werden die Booster-Impfung für Jüngere öffnen, sobald alle über 65-Jährigen, die das wollen, eine dritte Impfung bekommen konnten», so Berger. Dazu, wann genau und für wen die Ausweitung kommt, gibt der Impfchef auf Anfrage keine Auskunft. Weitere Informationen würden zu gegebener Zeit folgen.

Christoph Berger, Präsident, Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF, stellt die Booster-Impfungen noch für dieses Jahr in Aussicht.
Christoph Berger, Präsident, Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF, stellt die Booster-Impfungen noch für dieses Jahr in Aussicht.Keystone

Ende Oktober gab das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic grünes Licht für die dritte Corona-Impfung. Bis dahin waren sowohl die Pfizer/Biontech- als auch die Moderna-Impfungen lediglich für zwei Dosen zugelassen. Die Schweiz hat mit der Booster-Impfung deutlich länger zugewartet als viele andere europäische Länder.

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