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Deutsche Impfkommission möchte nur noch Biontech-Impfstoff für unter 30-Jährige

Geht es nach der Empfehlung der deutschen Impfkommission Stiko, sollen junge Personen keinen Moderna-Impfstoff mehr erhalten. In der Schweiz ist das zur Zeit noch kein Thema, weil die Nebenwirkungen selten und harmlos sind.

Unter 30-jährige sollen in Deutschland ausschliesslich mit Biontech-Impfstoffen und nicht mit jenem von Moderna geimpft werden. Das schlägt die deutsche Impfkommission Stiko in einer Vernehmlassung vor. Diese Empfehlung gilt sowohl für die Grundimmunisierung als auch für mögliche Auffrischimpfungen. «Der Beschluss in Deutschland ist noch nicht vollständig ausformuliert und erst in einer Vernehmlassung. Änderungen sind möglich», präzisiert Alex Josty von Swissmedic, welche die Zulassung für die Impfstoffe überprüft und genehmigt.

Bei Moderna häufiger als bei Biontech

Die Empfehlung stützt sich auf Daten des Paul-Ehrlich-Instituts, die besagen, dass seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen von jungen Menschen bei Moderna häufiger vorkommen als nach einer Impfung mit Biontech. Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Moderna dagegen gemäss der Stiko und dem Robert-Koch-Institut kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung. Generell sei der Verlauf von impfstoffbedingten Myokarditis aber überwiegen mild.

In der Schweiz kein Thema

An einer Medienkonferenz in Bern erklärte Virginie Masserey vom BAG, dass die Impfempfehlung in der Schweiz nicht geändert werde. Das Risiko nach einer Impfung an Myokarditis zu erkranken sei so gering, dass es sich nicht rechtfertige mit den Moderna-Impfungen abzuwarten. Es handle sich um eine seltene und in der Regel harmlose Nebenwirkung, sagte Masserey. Das Risiko nach einer Covid-Infektion eine Herzmuskelentzündung zu erkranken, ist viel höher als nach einer Impfung. Die Eidgenössische Impfkommission EKIF ist für Empfehlungen von Impfstoffen zuständig und ist, wie zu vernehmen ist, daran, diesen Fall zu beraten.

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